Ahnenforschung – Wie geht das?

1. Lorenz ipsum

Du möchtest auch mit der Ahnenforschung beginnen? Ich helfe dir bei deinem Start! Für den ersten Schritt musst du nicht einmal das Haus verlassen: sicher kennst du deine Eltern und Großeltern namentlich und mit Lebensdaten, vielleicht sogar deine Urgroßeltern. Nimm dir ein Blatt Papier und schreibe – eventuell schon in Baumform – die dir bekannten Informationen auf. Wenn du selbst schon alte Unterlagen hast, greife darauf zurück und vermerke auch diese Daten. Et voilà: dein erster kleiner Stammbaum. Der ist dann Basis für Schritt 2.

2. Lorenz ipsum

Garantiert gibt es in deiner Familie noch ältere Angehörige – deine Eltern, Großeltern, Onkels, Tanten, etc. – die sich an mehr erinnern als du und vielleicht sogar alte Unterlagen oder Fotos zu Hause haben. Diese solltest du als nächstes befragen. Fange auf jeden Fall mit den ältesten Verwandten an, denn diese könnten (so hart es leider klingt) morgen schon nicht mehr da sein. Schrecke auch nicht davor zurück entfernte Verwandte zu kontaktieren. Jeder kann dir eventuell helfen. Vergiss nie, alle gewonnenen Informationen weiterhin aufzuschreiben und Dokumente oder Fotos abzufotografieren bzw. einzuscannen. Wenn dann auch der letzte Verwandte nichts mehr hat und/oder weiß, wird es Zeit für Schritt 3.

3. Lorem ipsum

Die Sterbebildersammlung von Oma ist eingescannt, der letzte Verwandte hat noch Uropas Geburtsort gewusst, alle familieninternen Quellen sind abgegrast. Jetzt werden die Archive befragt!⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀In Deutschland sind seit 1876 flächendeckend die Standesämter für die Beurkundung von Geburten, Hochzeiten und Sterbefällen zuständig. Auf Geburtseinträgen sind immer die Eltern des Kindes genannt, auf Heiratseinträgen die Geburtsdaten und Eltern des Brautpaares. Du hast also bei der Befragung der Familie erfahren, wann und wo dein Uropa geboren ist, kennst aber seine Eltern nicht? Frage im zuständigen Standesamt (Google hilft!) nach dem Geburtseintrag und vlt auch gleich nach dem Heiratseintrag der Eltern (sofern die Hochzeit dort stattfand). In größeren Gemeinden ist das Stadtarchiv zuständig. Bei direkten Vorfahren gibt es auch keine Datenschutzbeschränkungen. Hast du dann Kopien dieser Einträge kennst du deine Ur-Urgroßeltern und vielleicht deren Eltern gleich mit. Auf diese Art dringst du immer weiter in die Vergangenheit vor. Bloß was wenn du plötzlich das Jahr 1876 überschreitet? Das ist dann Schritt 4.

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Nun hast du einen Stapel Urkunden aus diversen Archiven und Ämtern auf dem Schreibtisch und festgestellt, dass die Auswertung der alten Dokumente, schon alleine wegen der alten Schrift, mühsam, aber auch spannend ist. Immer mehr tauchst du nun in die Vergangenheit ein. Aber: einfacher wird es (leider?) nicht.⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀Vor 1876 war in Deutschland nicht der Staat für die Erhebung von Personenstandsdaten zuständig, sondern allein die Kirchen. Dazu hatte jeder Pfarrer dicke Bücher, in die er Taufen, Heiraten und Beerdigungen eingetragen hat. Oft sind auch die Geburts- und Sterbedaten verzeichnet. Diese Kirchenbücher existieren zumeist seit Mitte des 17. Jahrhunderts und sind heute unsere einzigen Quellen für konkrete Lebensdaten aus dieser Zeit. Meistens sind diese Aufzeichnungen im zuständigen Archiv der Kirche gelagert (oft mikroverfilmt), noch vor Ort in der Pfarrei (immer seltener) oder (immer häufiger) online einsehbar. In den meisten Fällen wirst du leider immer noch um einen Archivbesuch nicht herumkommen. Aus den standesamtlichen Unterlagen in Schritt 3 hast du die ersten Daten vor 1876 erhalten. Diese sind dein Anknüpfpunkt. Recherchiere, welche Pfarrei für den fraglichen Geburtsort damals zuständig war, kontaktiere das betreffende Archiv und wälze dich dort durch dicke Bücher oder Mikrofilme zum fraglichen Eintrag. Der Rest des Vorgehens gleicht dem für die Standesämter. Alle deine Vorfahren in den Kirchenbüchern zu finden ist – schon alleine, weil du bald auf „Tote Punkte“ treffen wirst – eine Lebensaufgabe. Meine Ahnenforscherei wird dich bei dieser Lebensaufgabe inspirieren, beraten und unterstützen. Viel Spaß! 🤗

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